Sonntag, 18. Juni 2017

Roadtrip

Hier noch ein Bericht zu unserem Roadtrip nach Chicago.
Wir hatten eigentlich zwei Zwischenstopps eingeplant: Herman, eine kleine Stadt in Missouri (anscheinend bekannt dafür, dass hier besonders viele deutsche Siedler gelebt haben) und St. Louis, ebenfalls in Missouri.

Den ersten Stop (Herman) mussten wir schon im Vorfeld absagen. Das lag daran, dass wir eine kranke Katze hatten, die im Garten einen Vogel gegessen und sich daraufhin tagelang übergeben hat. :-/ Andererseits sollte es aber auch am letzten Schultag losgehen, was einfach zu stressig und viel für uns alle wurde. Für die Katze haben wir zum Glück ein sehr gutes Tierkrankenhaus gefunden, in dem sie bleiben konnte und wieder aufgepäppelt wurde. Eigentlich merke ich gerade, dass das für den Roadtrip alles nicht so wichtig ist, aber für euch ja vielleicht trotzdem ganz interessant. ;-)
Also. Am nächsten Tag ging es dann los, nach St. Louis. Die Amerikaner beschreiben es immer als so nah, als läge es quasi direkt um die Ecke. Mit Pausen etc. dauerte es dann aber doch bestimmt 5 Stunden. Ein wahrer Kurztrip für amerikanische Verhältnisse!
Wir hatten ein Hotel mit Blick direkt auf den berühmten Bogen von St. Louis- the Arch. Dieser ist ein bedeutendes Symbol für ganz Missouri. Man kann ihn besuchen, nach oben fahren und hat eine gute Aussicht, u.a. auf den Mississippi River. Während wir da waren, war aber leider alles ausgebucht.  Statt dessen sind wir abends durch die Straßen spaziert und die Kinder sind voller Freude in all die vielen kleinen Springbrunnen gehüpft.
Am nächsten Tag haben wir das City Museum von St. Louis besucht. City Museum- darunter stellt man sich doch eigentlich ein (vielleicht etwas langweiliges) Museum mit Infos über die Stadt vor.
So einen spektkulären Ort wie diesen, haben wir allerdings selten zuvor gesehen:
Das Museum besteht aus vielen Tunneln, Höhlen, Brücken, Treppen etc. Wenn man durch diese hindurchklettert, kommt man zu immer neuen kleinen und großen Räumen, in denen wiederum Spielsachen, Rutschen etc. vorhanden sind. Im Außenbereich kann man über diese Gänge in eine kleine Burg und in verschiedene Flugzeuge gelangen. Leider hatten wir kaum Zeit für Fotos und diese Bilder geben nicht wirklich wieder, wie es in dem Museum zugeht.


Nach dem Museumsbesuch ging es direkt weiter in Richtung Chicago. Die Fahrt dauerte wieder ca. 5 Stunden, immer weiter an Wiesen und Feldern und kleinen verlassenen Orten vorbei. Während man dort entlang gondelt, scheint die Reise nie enden zu wollen. Da merkt man mal wieder, wie groß dieses Land ist. Chicago is für viele Leute hier auch schon fast einen Wochenendtrip wert, weil es relativ "nah" ist. Ca. 9 Stunden Fahrt- fast garnichts. ;-)
Wir haben ein gemütliches Airbnb bezogen. (Darüber kann man kleine Häuser oder Wohnungen von Privatleuten mieten kann. Das ist immer super. Es ist zwar ca. so teuer wie ein gehobenes Hotel, dafür hat man aber eine Küche, mehr Platz und auch oft Spielsachen für die Kinder. So war es auch hier und wir haben uns sehr wohl gefühlt.)
Am nächsten Morgen sind wir als erstes zum "Bean" gefahren, einem berühmten Wahrzeichen von Chicago. Hier haben wir eine befreundete Familie getroffen, die zwei Jahre in unserer Nachbarschaft, hier in KC gelebt hat.

Die restlichen drei Tage sind wir durch die Stadt gezogen, mit der Straßenbahn, dem Auto, dem Boot und sogar viel zu Fuß!
Wir haben so viel erlebt und gesehen und zeigen einfach ein paar der schönsten Bilder:






Das Fazit: Chicago ist toll! Eins der Highlights war vielleicht das Science Museum. Hier gab es, neben vielen anderen tollen Sachen, gerade eine Sonderausstellung "Robots" zu bestaunen. Man konnte kleine Roboter selber zusammen bauen, einen Roboter Dinge (wie Kopfstand, Umdrehen etc.) ausführen lassen, mit einem Roboter sprechen etc. Ab und zu lief einem auch ein Roboter über den Weg und bat einen freundlich darum, zur Seite zu gehen.
Auf der Rückfahrt haben wir dann noch eine Nacht in einem kleinen Ort namens Nauvoo verbracht.
Hier gibt es einen der vielen Mormomentempel im Land. Außerdem ist Nauvoo berühmt für ein großes Siedlerdorf, in dem man viele alte Häuser und kleine Läden besuchen kann. Für die Kinder gibt es viele traditionelle Spiele und es wurde sogar ein kurzes Musical aufgeführt. Hier ein paar Eindrücke aus Nauvoo:




Inzwischen sind wir aber schon seit ein paar Wochen zurück. Es war eine sehr schöne Reise. Allerdings haben wir jetzt wirklich viel gesehen und viele lange USA Reisen (mit vielen anstrengenden und langen Autofahrten) auf dem Buckel. Zwischendurch fühlten wir uns auf diesem Roadtrip ein bißchen reisemüde. Evtl. wird es so langsam mal Zeit für Ferien im Harz, der Eifel oder an der Nordsee. :-)
Alles Liebe, eure KansasKids.





1 Kommentar:

  1. Jetzt hat die "Grossfamilie" die Strecke von Chicago nach Kansas City mit den gebräuchlichsten Verkehrsmitteln zurückgelegt. Diverse Flüge als Anschluss an den Transantlantikflug; Kansas-Aunt and Family mit dem Zug und ihr nun on the road. So langsam fügen sich die Puzzleteile zu einem Bild von Nordamerika. Besonders wenn die Berichte mit den kennzeichnenden Bildern versehen sind.
    Rollo-Opa

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